Das große WSS Logbuch

Glühwein, Seemannsgarn und Weihnachtsstimmung beim WSS Seligenstadt

Dezember 2025

Am vergangenen Wochenende fand die traditionelle Weihnachtsfeier des Segelvereins WSS Seligenstadt im festlich geschmückten Vereinsheim statt. Trotz der winterlichen Temperaturen herrschte im Inneren eine warme und gemütliche Atmosphäre, die zahlreiche Vereinsmitglieder aller Altersklassen anzog. Der Duft von frisch gebackenen Plätzchen und heißem Glühwein empfing die Gäste bereits beim Eintreten und sorgte sofort für vorweihnachtliche Stimmung.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Neben den süßen Leckereien wurden eine herzhafte Kartoffelsuppe sowie eine kräftige Gulaschsuppe angeboten, die bei den Besuchern großen Anklang fanden. Besonders an kalten Winterabenden waren die warmen Speisen sehr willkommen. Auch an die jüngeren Mitglieder wurde gedacht: Für die Jugend gab es einen alkoholfreien Punsch, der genauso gerne angenommen wurde wie der Glühwein bei den Erwachsenen.

Im Mittelpunkt des Abends standen jedoch nicht nur Essen und Trinken, sondern vor allem das gesellige Beisammensein. In fröhlicher Runde wurde lebhaft über die vergangene Segelsaison gesprochen. Erfolge, kleine Missgeschicke und besondere Momente auf dem Wasser wurden noch einmal in Erinnerung gerufen. Dabei fehlte es auch nicht an humorvollen Anekdoten und altem Seemannsgarn, das mit viel Gelächter und Augenzwinkern erzählt wurde.

Die Weihnachtsfeier des WSS Seligenstadt war somit ein gelungener Jahresabschluss, der den Zusammenhalt im Verein stärkte und die Vorfreude auf die kommende Segelsaison weckte. In heiterer Stimmung klang der Abend gemütlich aus und wird den Teilnehmern sicher noch lange in guter Erinnerung bleiben.

MidsummerSail 2024

Oktober 2025

Schon länger reifte in mir der Wunsch, eine große Segeltour über eine lange Strecke und einen langen Zeitraum zu unternehmen. Im Jahr 2023 wurde es dann konkret: Ich meldete mich zur Midsummer Sail 2024, der wohl längsten und härtesten Regatta der Ostsee, an. Dabei wird die Ostsee in ihrer vollen Länge vom südlichsten bis zum nördlichsten Punkt durchfahren. Die Strecke beträgt über 900 Seemeilen, das Zeitlimit 14 Tage.
Vor der eigentlichen Regatta bestand die erste Herausforderung darin, eine Crew zusammenzustellen – vor allem auch für die anspruchsvolle Rückfahrt.

Los geht’s mit unserer Bavaria 34 Cruiser am Tag der Sommersonnwende, dem 20. Juni 2024. Wir starten zu viert und werden 9 Tage, 20 Stunden und 17 Minuten nonstop segeln. Lange Tage und kurze Nächte liegen vor uns, um unser Ziel auf über 65° Nord zu erreichen. Die Sonne wird am Ende nicht mehr untergehen. Mit jeder Seemeile Richtung Norden wird die Nacht kürzer und weicht schließlich vollständig dem Tag.

Während der Start bei nahezu völliger Flaute mit Windstärke 1 bis 2 noch sehr zäh verläuft, frischt der Wind in der Nacht etwas auf. Wir kreuzen Richtung Nordost an Rügen und Bornholm vorbei. Bei zunehmendem Wind auf Am-Wind-Kurs wird die See unruhiger und es wird ungemütlich an Bord. Die Seekrankheit erwischt mich zum Glück nicht sehr stark; ich muss zwar eine Wache aussetzen, bin nach etwas Schlaf aber wieder fit und übernehme anschließend die Wache des Crewmitglieds, das für mich eingesprungen war. So können wir bereits am Nachmittag zu unserem Wachsystem zurückkehren: Von 8–20 Uhr halten wir 4-Stunden-Wachen, von 20–8 Uhr 3-Stunden-Wachen, sodass sich der Rhythmus jeden Tag um eine Schicht verschiebt.

Etmal Tag 1: 87 sm  Tag 2: 94 sm  Tag 3: 113 sm

An Tag 4 breitet sich ein Hochdruckgebiet über uns aus, was zwar für gutes Wetter und wenig Welle sorgt, aber auch für wenig Wind. Wir hängen in der Flaute fest. Die angenehmen Bedingungen nutzen wir: Ich backe morgens Brot, und am Abend bereiten wir Pizza mit selbstgemachtem Teig zu. Mehl und Trockenhefe haben wir vor dem Start ausreichend proviantiert. Auch den Bergeschlauch unseres Genakers können wir bei diesen Bedingungen auf dem gesamten Boot ausbreiten und eine Leine, die sich gelöst hatte, wieder richtig einfädeln. Das wird sich in den kommenden Tagen lohnen – wir werden viele Seemeilen unter diesem Leichtwindsegel zurücklegen.

Etmal Tag 4: 81 sm  Tag 5: 37 sm  Tag 6: 108 sm

Wir lassen Stockholm an backbord liegen und schlängeln uns durch die westlichsten Ausläufer der Åland-Inseln in den Bottnischen Meerbusen. Ab hier wird uns der Wind auf Raumschotskurs bis nach Töre bringen. Es gibt wieder Wind – viel Wind. Zu viel Wind?
Ein kleiner Sturm zieht vor uns durch; in einer Messenger-Gruppe wird vor 50 Knoten gewarnt. Wir analysieren die Lage und besprechen alles in der gesamten Crew. Da wir aber nur die Ausläufer abbekommen werden, entscheiden wir gemeinsam und ohne Zweifel, stark gerefft weiterzusegeln. Die stärkste Böe wird später mit 37 Knoten, also Windstärke 8, angezeigt. Erst am nächsten Tag sehen wir auf dem Tracker, dass fast alle Boote aus der betreffenden Gruppe einen Schutzhafen oder Ankerplatz angelaufen haben. Wir haben also kräftig Plätze gutgemacht. Durch unser frühes und rechtzeitiges Reffen ist während des gesamten Törns nicht eine einzige Sache kaputtgegangen.

Etmal Tag 7: 74 sm  Tag 8: 101 sm  Tag 9: 132 sm

Die Zieleinfahrt nach knapp 10 Tagen und 950,5 Seemeilen auf See ist etwas ganz Besonderes. Die meisten der 39 Boote vor uns liegen noch im Zielhafen und applaudieren lautstark bei jedem einlaufenden Segelboot. Die Euphorie ist groß. Wir schießen das obligatorische Zielfoto an der berühmten gelben Tonne – der nördlichsten Tonne der Ostsee – bei 65°N 54' 03.3".

Nach sehr schönen Grillabenden in Töre und Luleå segle ich mit dem Boot noch bis Stockholm, wo ich es an die nächste Crew übergebe. Am Ende stehen vier fantastische Wochen und über 1600 Seemeilen auf der Logge.

Steffen Rademacher

Volle Fahrt voraus – was für ein Probetraining!

Mai 2025

Mehrere Segelboote und Motorboote am Ufer eines ruhigen Gewässers. Teilnehmer sind aktiv.

Mit fünf 420ern, einem Laser und zwei Optis war richtig was los auf dem Wasser! Beste Bedingungen, motivierte Crews und ganz viel Spaß beim ersten Reinschnuppern ins Segeln.

Danke an alle Teilnehmenden und unser tolles Trainerteam sowie die aktiven Jugendmitglieder, die das Training in dieser Form ermöglicht haben – wir freuen uns auf viele neue Gesichter an Bord!

Wenn ihr keine Zeit hattet teilzunehmen, aber auch gerne das Segeln ausprobieren möchtet, meldet euch gerne bei uns!

Probetraining Mai 03.05.2025

Collage von Segelbeteiligungen am 03.05.2025, verschiedene Wetter- und Wasserbedingungen.

Offenes Probetraining beim WSS

 

Wann? am 03.05.2024 ab 14 Uhr

Wo? Marina Karlstein (Seligenstädterstr.49 63791)

Termin verpasst? Kein Problem! 

Meld dich einfach bei uns! (Jugendwart@wss-seligenstadt.de oder einfach über Instagram)

Lust geweckt? 

Du bist zwischen 6 und 18 Jahren, hast mindestens ein Seepferdchen, dann komm zu unserem Probetraining am 03.05.2025!

Einzige Voraussetzung Spaß zu haben sind Wechselklamotten und ein Handtuch, für Schwimmwesten und eine kleinen Snack ist gesorgt! 

Wir freuen uns auf dich!

- Die WSS Jugendgruppe 

Bei weiteren Fragen wende dich gerne an einen unserer Jugendwarte

Segelboot mit zwei Personen, die bei Sonnenuntergang auf leicht welligem Wasser segeln.

Binnen-Segler meistern harte Test-Regatta

Juli 2020

Zwei Segelboote mit der Crew beim Wettsegeln auf Wasser in einer Hafenumgebung.

Vier junge Segler, die in der WSS Jugendgruppe das Segeln gelernt haben und dort zum Teil auch als Trainer arbeiten, nahmen an einer 300 sm non-stop Test-Regatta über die Ostsee in einer brandneuen Dehler 30 OD teil. Auch der Eigner Nils Wulf ist Mitglied im WSS, was zeigt, dass man auch auf einem knapp 200 m breiten Stück Main die nötigen Kenntnisse für so ein modernes Schiff erwerben kann. Die Dehler 30 OD ist der letzte Schrei in der Offshore Regatta-Szene und hat durchaus Chancen, olympische Klasse zu werden und dort Erfolge zu feiern. Bis kurz vor Ende lagen sie noch gut in der Mitte des Feldes, was bei der viel größeren Erfahrung der meisten anderen Crews schon bemerkenswert ist, am Schluß mussten sie dann der Seekrankheit und der Übermüdung Tribut zollen und das Feld gehen lassen. Trotzdem: Daumen hoch für die Crew und den Eigner, der den jungen Seglern so eine Chance gibt! Die Vendée Globe 2028 wartet auf Euch!

Motor-Gravierung durch die Wasserschutzpolizei

April 2018

Zwei Außenbordmotoren in Schwarz und Silber nebeneinander.

Am SONNTAG, dem 22. April ab 11:30 Uhr wird die Wasserschutzpolizei eine Gravieraktion für Außenborder durchführen. Gravierte Motoren werden erfahrungsgemäß seltener entwendet. Die Boote sollten entweder an Land stehen oder beim Kranhaus im Wasser wegen Stromanschluss.

Was wir zu den einzelnen Motoren bräuchten ist ein Eigentumsnachweis (z. B. Quittung über den Kauf, Wartungsheft o. ä.). Ferner benötigen wir, insbesondere für die Leute, welche an diesem Tag nicht anwesend sein sollten, grundlegende Personalien (Name, Geburtsdatum, Anschrift), da wir zu jeder Gravur auch einen sog. Bootspass ausstellen.

Erfolgreiche Nachwuchsarbeit beim WSS

Dezember 2017

DOSB-Lizenz für Trainer/in A/B/C im Bereich Breitensport.

Letzten Samstag legten die beiden Jugendmitglieder Niko Schwab und Paul Manger beim Seglerverband NRW erfolgreich ihre Prüfung zum Trainer C Breitensport ab. Dank des langfristigen Engagement des Vereins (finanzielle wie auch ideell) gibt es jetzt fünf lizenzierte Trainer beim WSS, die auch Training für den Verein durchführen. Insgesamt gibt es in Hessen 30 Trainer C und einen Trainer B. Alle Ausbildungen wurden vom Verein vorfinanziert, ohne dass es vom HSEV oder DSV Zuschüsse dazu gibt. Ein Teil diese Investition (im hohen vierstelligen Bereich) kommt durch Förderungen des LSBH, der Gemeinde Seligenstadt wieder zurück, komplett werden die Kosten dadurch aber nicht abgedeckt. Wir möchten an dieser Stelle allen Beteiligten und Unterstützern und auch den vier jungen Trainern dafür danken, dass sie Ihre Zeit investieren, diesen sehr verantwortungsvollen Posten zu übernehmen.

Jugendtrip Ostsee Pogo 36

Rostock - Rügen - Rostock

Oktober 2017

Sechs Jugendliche in Segeljacken auf einem Boot, bereit zum Segeln.

Organisiert von Nils Wulf sind sechs Jugendliche des WSS in der zweiten Woche der hessischen Herbstferien nach Rostock gefahren um eine Woche mit einer neuen Pogo 36 über die Ostsee zu fahren. Ihr Trip ging von Rostock einmal rund Rügen und wieder zurück über 318 Seemeilen. Bei besten Bedingungen hatten sie viel Spaß und konnten ihr seglerisches Können auf einem top-aktuellen Racer/Cruiser unter Beweis stellen. Vielen Dank auf an Nils für die Organisation!

„Karlsteincup“ auf Erfolgskurs

Oktober 2017

Zwei Segelboote mit Seglern auf einem ruhigen Gewässer, umgeben von Bäumen.

Von sechzehn 420er-„Mannschaften“ holten zwei Frauenteams die ersten beiden Plätze.
Am vergangenen Wochenende wurde auf der Reede der Marina Karlstein die Ranglisten-Regatta der 420er Klasse ausgetragen. 420er sind besegelte Jollen, die mit zweiköpfiger Besatzung gefahren werden. Die 420er Klasse ist vom World Sailing anerkannt und ist die Eintrittsklasse für Athleten, die später den olympischen 470 segeln. 2016 lobte der Wassersportclub Seligenstadt (WSS) den Karlsteincup erstmals aus. 13 Teams gingen im letzten Jahr an den Start. Dieses Jahr waren bereits 16 Teams gemeldet. Sie kamen aus vier verschiedenen Bundesländern, was zeigt, dass der Regattawettkampf, in dem schwierigen Karlsteiner Revier, weit über die Region hinaus durchaus bekannt und attraktiv ist. Der sehr guten Teilnahme entsprachen dann auch die Witterungsverhältnisse. Die Wettfahrtleitung der Marina Karlstein verzeichnete für Samstag und Sonntag frischen Wind, was zu einem ereignisreichen Wettkampf an den zwei Tagen führte. Wie auch in den Jahren zuvor, leistete die DLRG Seligenstadt in bewährter Zusammenarbeit mit der Wasserwacht Kahl wachsame und erprobt zuverlässige Hilfe bei der Absicherung des Kurses.
Am Sonntagnachmittag standen dann die Siegerinnen und Sieger fest.
1.Platz Sonja Tillwicks und Lisa Braun, Essener Turn- und Fechtclub
2.Platz Hannah Fischer und Julia Fischer, Segel Club Graben-Neudorf
3.Platz Silas Abler und Thorben Klein, Wassersportclub Seligenstadt
Der WSS wird im September 2018 auch den dritten „Karlsteincup“ ausrichten und freut sich schon jetzt auf viele Besucher und Teilnehmer.
Bild 1: Karlsteincup 2017. Harter Kampf in schwierigem Revier.

Bericht in der Offenbach Post über die WSS Trainingsgruppe
 

Mai 2017

Zwei Personen in Rettungsbooten beim Wassersport auf dem Meer.

Die viele Wasserzeit (diverse Trainingslager beim HSEV, WSS und kommerziellen Anbietern), die Vincent Benz und Lukas Hofhaus (beide WSV-BL und WSS) seit Beginn 2016 zum Trainieren nutzten, hat sich gelohnt: Mit eine beeindruckenden Serie mit drei ersten Plätzen und keinem Platz schlechter als 4 wurden die beiden Hessenmeister 2016/2017 in der 420er Klasse. Genauso wie die beiden zweitplatzierten Silas Abler und Thorben Klein vom WSS trainieren die beiden seit Anfang 2016 im Rahmen von Trainingskooperationen beim Wassersportclub Seligenstadt. Für den WSS starteten noch weitere Mannschaften, darunter Henrik Wulf und Max Gilbert, die fünfte wurden, Julien Dillmann und Robin Sauer, die sechste wurden sowie Anton Lipgens und Laurien Steckenreiter, die siebte  wurden. Insgesamt platzierten sich sieben Mannschaften aus der WSS Trainingsgruppe unter den ersten Zehn.


Dieses sehr erfreuliche Ergebnis zeigt, dass die WSS Trainingsgruppe mit Ihrer Mischung aus Freizeit- orientiertem Segeln und ernsthaftem Training auf dem richtigen Weg ist. Alleine beim diesjährigen Ostertraining am Gardasse waren 10 Boote von 4 Vereinen dabei. Die perfekten Bedingungen mit viel Wind wurden dazu genutzt, die Bootsbeherrschung und den Trimm bei viel Wind zu schulen, was an den hessischen Revieren immer etwas zu kurz kommt.


Ein großer Dank gebührt auch den beiden jungen Lizenz-Trainern Robin Sauer und Lorenz Classen vom WSS, die mit Ihrer unermüdlichen Wasserarbeit und Ihrer Geduld diesen Erfolg erst möglich gemacht haben.

 

Auch in diesem Jahr wird die Trainingskooperation im 420er Bereich mit Vereinen und einzelnen Mannschaften fortgesetzt. Im Moment traineren 10 Boote beim WSS und wir hoffen, dass 2017 ähnlich erfolgreich wird wie es 2016 schon war. Der WSS veranstaltet auch in diesem Jahr wieder eine Sommerfahrt an den Schweriner See und ist Ausrichter des Karlsteiner 420er Cup am 7./8. Oktober.

Ein Tag auf der Illbruck/SEB mit Speedsailing

August 2016

Eine Person steuert ein Segelboot, während eine andere im Hintergrund assistiert.

Es war schon Monate vorher geplant und in meinem Terminkalender fett markiert. Und dennoch wusste ich nicht, was auf mich zukommen wird, als wir uns am Freitag, den 19.08.2016, mit der gesamten Jugendgruppe des WSS von unserem Trainingslager in Hohen Viecheln auf den Weg nach Rostock zur Illbruck machten. Die restlichen Mitglieder, die sich diese Chance auch nicht entgehen lassen wollten, trafen wir dort vor der Tür von Speedsailing an, zu denen unser Organisator Thomas Ziegler den Kontakt gehalten hatte.

Das Einteilen der Boote ging erstaunlich schnell: wir hatten ein Boot mit fast ausschließlich Jugendmitgliedern und ein paar jüngeren Erwachsenen, und ein Boot mit den älteren Mitgliedern des Vereins und nur wenigen Jugendmitgliedern. Auch, welche Gruppe welches der zwei zur Verfügung stehenden Boote gerne segeln wollte, war schnell klar. Die Jugend nahm SEB, die anderen die Illbruck persönlich.

Pünktlich liefen wir aus dem Hafen aus Richtung Ostsee und wurden von unseren Begleitern Martin, Otto, Erika und Philipp eingewiesen. Jeder bekam eine Schwimmweste für den Notfall und dann konnte es losgehen, die Segel bereitzumachen. Jeder durfte mitanpacken. Wir hatten zwar nicht den starken Wind, den wir uns gewünscht hatten, doch für Main-Verhältnisse war der Wind vollkommen genug, sodass ich mich selbst gar nicht darüber geärgert habe. Im Gegenteil: So konnte man sich eben auch mal aufs Deck legen und den Tag genießen, während man sich am Steuer abgewechselt hat und irgendwann jeder seine Lieblingsposition gefunden hat. Beide Boote machten sich auf den Weg Richtung Dänemark und lieferten sich zwischendurch Matchraces.

Zwischendurch hatte auch ich die Möglichkeit, das große Boot mal zu steuern und festzustellen, dass es auf der einen Seite schon irgendwie alles gleich ist und auf der anderen Seite doch ganz anders als die Jollen, die wir in der Jugendgruppe segeln. Da der Wind aber auch am Nachmittag nicht zunahm, durften wir uns an einem Fall den Mast hochziehen lassen. Jeder, der wollte, wurde mit einem Gurt ausgestattet und von insgesamt fünf Leuten kontrolliert hochgezogen und wieder abgeseilt. Auch ich bin samt Kamera den Mast hochgeklettert und war dennoch froh, als ich wieder unten an Deck war, obwohl die Aussicht wirklich bombastisch war (mal abgesehen von den Segeln, die einem die Sicht in die eine Richtung versperrten).

Wir waren gut in der Zeit, als wir uns wieder Richtung Hafen machten. Die Sonne schien noch immer vom Himmel und hatte einigen danach einen Sonnenbrand beschert, als wir feststellen mussten, dass sich die Illbruck samt ihrer Besatzung außerhalb der Fahrrinne festgefahren hatte. Da wir mit der SEB aber auch nicht die Fahrrinne verlassen konnten, mussten wir darauf warten, uns von einem kleineren Motorboot ein langes Seil überreichen zu lassen, mit dem wir Ewigkeiten versuchten, das festgefahrene Segelboot aus dem Matsch zu befreien. Ohne Erfolg. Erst zwei Stunden später, mit einem anderen Boot und zwei Seilen (eins am Bug, eins oben am Mast) schafften wir es, die Illbruck in die Fahrrinne zu verfrachten. Erleichterung machte sich auf beiden Booten breit, während der Rest unserer Jugendgruppe uns schon sehnsüchtig am Hafen in Rostock erwarteten.

Zum Schluss wurden noch ein paar Gruppenfotos gemacht und Trinkgeld gesammelt, dann zerstreute sich die Gruppe. Während einige Erwachsene noch blieben oder sich dann auf den Heimweg machten, fuhr die Jugendgruppe wieder zurück an den Schweriner See, um dort zu Abend zu essen und den letzten Campteilnehmer und den Cheftrainer zu erwarten.

Insgesamt war dieser Tag auf See das Geld wirklich wert! Wir konnten viele neue Erfahrungen sammeln und auch mal alle zusammen auf einem Boot segeln, statt immer nur gegeneinander. Ich bin sehr froh, dabei gewesen zu sein und diese Möglichkeit genutzt zu haben. Danke Thomas für die Organisation, ohne die das gar nicht möglich gewesen wäre!

Laura Fritsch

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